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Zweiklassenmedizin jenseits des Lagerdenkens

Im aktuellen Spiegel endlich mal ein Artikel zur Zweiklassenmedizin, bei dem Fakten zusammengetragen werden, um Leser darüber zu informieren. Hier wird eine wahrheitsgemäße Berichterstattung angestrebt und nicht eine herbeiphantasierte Scheinneutralität für die jedes Lager zu Wort kommen darf, gleichgültig ob das inhaltlich haltbar ist. Nicht Personen und Parteien stehen im Mittelpunkt, sondern die Problemlage. Es wird nicht in politischen Lagern, sondern in Lösungsansätzen gedacht.

Es wäre noch ein Vergleich mit anderen Ländern wünschenswert gewesen, um zu sehen, wie das anderswo gelöst wird. Denn es ist kein Wunder dass TK-Chef Jens Baas die Staatsferne der PKV lobt, um sich so für die Aufrechterhaltung der Krankenkassen auszusprechen, obwohl es nicht effizient sein kann, dass wir auch in der GKV die bürokratischen Wasserköpfe von dutzenden Krankenkassen ohne Leistungsunterschied mit unseren Beiträgen mit durchfüttern. In manch anderen Ländern gibt es das nicht.

In jedem Fall hängt das allgemeine Niveau des Gesundheitssystems davon ab, wie diejenigen behandelt werden, die darüber entscheiden. Deshalb wird es sich erst dann merklich bessern, wenn die Abgeordneten die gleiche Behandlung erfahren, wie gesetzlich Versicherte.