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Einseitiger Journalismus

Wie kommt es, dass in einem Spiegel-Artikel über die wirtschaftliche Entwicklung und die damit einher gehenden Sorgen der breiten Bevölkerung nach einigen interessanten Fakten plötzlich genau eine nahmhafte Stimme zu Wort kommt? Warum darf ausgerechnet der Hedgefond-Manager Nicolas Berggruen plötzlich wilde politische Spekulationen anstellen? Sollten in einer anspruchsvollen Zeitschrift nicht mehrere Perspektiven aufgezeigt und der Sicht eines Investors zumindest eine andere gegenüber gestellt werden? Wäre in diesem Wirtschaftsartikel nicht sogar eher eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Einordnung von Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlern ohne eigene finanzielle Interessen relevant gewesen?

In diesem Zusammenhang stellt sich die allgemeine Frage: Was können wir als Lesende tun, damit es einen Ort gibt, an dem zum Einen nicht einseitig berichtet wird, und zum Anderen keine widerlegten Scheinexperten heran gezogen werden, um mit aller Gewalt eine andere Perspektive anzuführen, wie das beim Thema Klima-Erwärmung immer wieder gemacht wurde? Wie bekommen wir einen faktenbasierten und argumentativ achtsamen Journalismus?