Schlagwort-Archive: Universalismus

(Ent-) Gendern: Rationalität

Umfassendes Gender-Symbol
Umfassendes Gender-Symbol

Moderne Gesellschaften nehmen für sich ein hohes Maß an Rationalität in Anspruch. (vgl. Weber 1988 (1904); Loo und Reijen 1992 (1990), S. 132 ff.) Weder fürchten noch vertrauen sie in höhere Mächte. Sie fühlen sich nicht den Launen der Natur ausgeliefert, sondern erkennen in ihnen Gesetzmäßigkeiten, die sich für eigene Zwecke nutzen lassen. Alles will durchschaut und zum eigenen Vorteil angewandt, alle Mythen wollen entlarvt, Die „Entzauberung der Welt“ (Weber 1988 (1919), S. 594) vollbracht werden. Statt alten Gebräuchen oder Vorstellungen blind zu folgen, sollen sie auf ihre Zweckmäßigkeit hinterfragt und ggf. aufgegeben werden.

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(Ent-)Gendern: Organisation

Umfassendes Gender-Symbol
Umfassendes Gender-Symbol

Wie jeder andere Wandel auch sieht sich derjenige der Sprache einer Normalität gegenüber, von deren Fortbestand nicht wenige profitieren, sich andere darauf eingestellt, damit abgefunden oder sie nie in Frage gestellt haben. Trotzdem greift das Gendern zunehmend Raum. Seine Ausbreitung erstaunt, angesichts des oft angeführten Mangels an Rückhalt in der Bevölkerung: Denn Umfragen zu Folge lehnt die Mehrheit gendergerechte Sprache ab. Aus den Erhebungen geht jedoch nicht hervor, ob sich die Ablehnung gegen das Gendern generell richtet oder nur gegen ihre bekannten, konkreten Ausformungen mit all ihren Unzulänglichkeiten: Umständlichkeit, holpriger Sprachfluss, Binarität verstärkend. Schon Formulierungen der Fragestellung stehen bisweilen stellvertretend für einen ebenso umständlichen wie angestrengten Umgang:

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