
Neu erschienen:
Heribert Nix: Das liberale Paradox. Perspektiv(losigkeit)en moderner Demokratie. Bei v. Hase & Koehler.
„Die liberale Demokratie, wie wir sie kennen, vermittelt niemandem mehr eine Perspektive. Stattdessen verheddert sie sich in einen unauflösbaren Widerspruch, der ihr Scheitern unausweichlich erscheinen lässt.“
„Aus Furcht vor dem eigenen Volk wird Politik in ein kompliziertes Institutionengeflecht gezwungen, das Machtkonzentration verhindern soll, aber ein Machtgeschacher fördert, das Machiavellisten belohnt und sich schließlich deren Machtausübung fügt. Republikanische Institutionen funktionieren in einer Autokratie nicht schlechter als anderswo. Sie bilden kein Bollwerk, sondern ein willfähriges Instrument. Das einzige, was Anhängern der liberalen Demokratie, von Liberalen bis Postmarxisten, bleibt, sind hilfslose Appelle angesichts der Einsicht, dass Republiken machtpolitischer Niedertracht nicht standhalten. Eine Demokratie, die den Namen verdient und dem einzigen Souveränität verschafft, wovor Autokraten sich fürchten, dem Volk, kommt ihnen nicht in den Sinn.“